Seit 1994 arbeite ich mit Ton. Die Faszination für dieses ursprüngliche und zugleich vielseitige Material begleitet mich bis heute.
Mich interessiert besonders der unmittelbare Prozess des Formens, Bearbeitens und Veränderns – das Material fordert mich heraus und gibt mir zugleich immer wieder neue Impulse.
Im Laufe der Jahre sind unterschiedlichste Objekte entstanden. Heute widme ich mich zunehmend der Gestaltung von Figuren.
Oft entstehen sie zunächst in meinem Kopf, als eine Idee, eine Haltung oder eine bestimmte Form. Doch sobald ich beginne mit dem Ton zu arbeiten, entwickeln sie ein Eigenleben.
Der Ton lässt sich nicht vollständig planen. Während des Entstehungsprozesses verändern sich Proportionen, Ausdruck und Haltung. Manchmal führt mich das Material in eine Richtung, die ich ursprünglich nicht vorgesehen hatte. Genau dieses Wechselspiel zwischen Vorstellung und Entstehung fasziniert mich.
Meine Figuren entstehen somit im Dialog zwischen mir und dem Material. Was zunächst als innere Vorstellung beginnt, wird durch die Hände, den Ton und den Prozess des Arbeitens zu etwas Eigenständigem.

Elisabeth Peter